Anopoli

Verschiedene Wege führen zu der ungefähr 600 Meter hoch gelegenen Streusiedlung Anopoli. Es gibt einen sehr alten Weg von ⇒ Chora Sfakion nach Anopoli. Er kreuzt die ⇒ Ilingas-Schlucht, teilweise mit kunstvoll gemauerten Wegabschnitten. Eine neue langgezogene serpentinenreiche Autostraße führt von ⇒ Chora Sfakion nach Anopoli, sie geht weiter nach ⇒ Aradena und ⇒ Agios Ioannis. Von ⇒ Loutro aus erreicht man über einen ⇒  steil ansteigenden Fußweg Anopoli, der sich schmal zwischen Geröll und Felsgestein nach oben windet. Das ersehnte "Gipfelkreuz" ist hier der Friedhof mit der Kirche "Agia Ekatarina", eine griechische Fahne auf der Friedhofsmauer gibt dem Wanderer von weitem Orientierung.
Der weitläufig verstreute Ort auf einem Hochplateau am Fuß der Lefka Ori, der Weißen Berge, lebt mit seinen Gegensätzen. Verlassene, verfallene Häuser und Ställe, dazwischen aber auch neu erbaute Villen mit üppig angelegten Gärten.
Anopoli gilt als das Zentrum der Sfakia, wohlhabend dank seiner Landwirtschaft und Viehzucht, berühmt für die Eigenwilligkeit seiner Bewohner. Gegen Fremdherrschaft haben die Sfakioten immer am erbittertsten gekämpft. Daskalogiannis, ein Freiheitskämpfer gegen die Türken, stammt aus Anopoli.
Anopoli
Anopoli (2012)
Agia Ekatarina
Denkmal von Daskalogiannis in Anopoli
Denkmal von Daskalogiannis in Anopoli
Haus in Anopoli

© 2018 Manfred Köhler / Inge Wuthe