Weg nach Livaniana

Ein steiniger Pfad beginnt oberhalb von ⇒ Lykos, führt am Hang entlang, durchquert ein kleines Bachbett, schraubt sich in zahlreichen Kurven hinauf zu einer Bergflanke, lotst uns dann wieder hinab in ein weiteres ausgetrocknetes Bachbett, um sich erneut um einen Berghang zu winden bis hinauf nach Livaniana.
Bereits einige Zeit vor dem Sonnenuntergang liegt der Berg im Schatten, die Sonne hat sich hinter den Bergrücken zurückgezogen. Man sitzt in der ⇒ Taverna Livaniana, schaut auf das schwindende Licht und weiß, dass die Dunkelheit es eilig hat.
Der Weg ist ein Erlebnis für die Sinne. Der Blick dehnt sich über die Weite des Meeres bis zum Horizont. Ringsum bizzare Felsformationen mit Höhlen und vereinzelten Bäumen. Fremdartige Blumen und Gewächse - im Frühling üppiger - und immer wieder kletternde und am spärlichen Grün knabbernde Ziegen. Man atmet den Duft von Thymian und Liebstöckel, sowie den warmwürzigen Geruch der ⇒ Ziegen. Lauschen kann man dem Summen der Bienen, dem emsigen Zirren der Zikaden, dem Zwitschern der Vögel, sowie dem Meckern der ⇒ Ziegen und ihrem melodischen Geläute.
Der Rückweg hinab zur Küste kann durchaus zu einem Wettlauf mit der Zeit werden. Das sanfte Licht des Abends, das sich über die Landschaft schmiegt, verführt zum Bleiben oder zumindest zur Langsamkeit. Dabei vollzieht sich die Wandlung von der Dämmerung zur Dunkelheit beunruhigend schnell. Und der Weg zieht sich lang und steinig hin.
Weg nach Livaniana
Weg nach Livaniana (2009)
Weg von Livaniana nach Lykos
Weg von Livaniana nach Lykos
Weg von Livaniana nach Lykos
Weg von Livaniana nach Lykos
Weg von Livaniana nach Lykos
Weg von Livaniana nach Lykos
Weg von Livaniana nach Lykos

© 2018 Manfred Köhler / Inge Wuthe